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Militärhistorisches Museum Anhalt



T. Grey     23 Juni 2009 11:49 |
Liebe Kameraden des Fördervereins für das Militärhistorische Museum Anhalt. Mit tiefer Bestürzung habe ich die Wellen verfolgt, welche eure Teilnahme am Sachsen Anhalt Tag in Thale geschlagen haben. An der Reaktion von Politik und Presse kann man mal wieder sehen, wie krank und zerfressen unsere Gesellschaft doch inzwischen geworden ist. Da melden sich Leute zu Wort, die solche Gelegenheiten sofort nutzen, um von den wirklichen Problemen unserer Zeit abzulenken und um ihre eigene Unfähigkeit hinter diesen Themen zu verstecken suchen. Besser gesagt, sich wichtig tun!
Es ist nun mal so, dass Geschichte auch unangenehme Seiten beinhalten. Wobei es noch fraglich ist, inwieweit die Schulbuchgeschichte den wirklichen Tatsachen entspricht?
Wenn man über Zeiten und Umstände informieren oder belehren möchte, dann gehören da halt die kompletten Zusammenhänge dazu und nicht nur das, was einige Personen an den Hebeln der Macht gern hören oder sehen möchten. Wenn über den wilden Westen in Amerika berichtet wird, werden ja auch nicht die Cowboys weg gelassen, weil sie damals Millionen an Indianern ausgerottet haben.
Ich kann an eurer Darstellung von Truppenteilen, welche entscheidend zu unserer Geschichte beigetragen haben, absolut nichts Anrüchiges finden. Im Gegenteil, ich finde es gelinde ausgedrückt höchst unkameradschaftlich, wenn Mitglieder eures Vereins sich mit der Zugehörigkeit bei euch schmücken z.B. in Wahlzeiten, und bei Problemen so tun, als wüssten sie von den Aktivitäten des Vereins nicht das Geringste bzw. euch in der Presse in den Rücken fallen, um ihre eigene Haut zu retten. Solche Leute gehören Meiner Meinung nach sofort ausgeschlossen!
Was mich angeht, so hoffe ich, dass ihr euch von diesen ganzen Schwachköpfen nicht von eurer Vereinsarbeit beeinflussen lasst. Macht bitte weiter so, denn es ist sehr wichtig, dass es solche Leute wie euch gibt.

Thomas Grey, Dessau-Roßlau

Dr. Bodo Wegmann     23 Juni 2009 13:15 | Berlin
Liebe Freunde in Dessau-Roßlau,
schon bei meinem ersten Besuch 2008 war ich sehr beeindruckt von Eurem Museum und der Sorgfalt, mit der Ihr die verschiedenen Teile der regionalen Militärgeschichte behandelt. Gleiches gilt für die hervorragende Heftreihe, der Ihr hoffentlich noch eine Menge weiterer Ausgaben folgen laßt, und die von Peter so wunderbar und informativ gestaltete Homepage.

Ich wünsche allen, die mitarbeiten und sich engagieren, weiterhin ganz viel Erfolg, und all jenen, die Euch vor Ort oder via Internet möglichst häufig besuchen, eine Menge Freude und interessante An- und Einblicke.

Alles Gute und Hochachtung vor dem, was Ihr schafft
Eurer Dr. Bodo Wegmann (Berlin)

Gröer     23 Juni 2009 13:45 | Gerbitz
Kameradinnen und Kameraden,

bezugnehmend auf den Umzug in Thale zum Sachsen Anhalt Tag, möchte ich mich mit euch solidarisch erklären. Ihr habt euch korrekt und Gesetzestreu verhalten. Es ist ein Teil der Geschichte unseres Landes. Warum sollte man das nicht zeigen dürfen?

Ich für meinen Teil finde es unbedenklich, Kameraden der Wehrmacht öffentlich darzustellen. Es ist nicht jeder Deutsche automatisch ein Kriegsverbrecher, nur weil er in der Wehrmacht gedient hat.

Es wundert mich immer wieder, warum sich viele deutsche Bürger empören, ja sogar auf die Straße gehen zum demonstrieren, wenn es um Darstellungen des 2. Weltkrieges oder ähnliche Anlässe geht. Es ist bestimmt kein Fehler, darüber nachzudenken, wer denn ganze Bevölkerungsschichten durch Lohndumping, Zeitarbeit, Umverteilung oder anderes mehr, ohne jegliche Notwendigkeit, außer der Gier nach Profit, in Armut und sozialen Abstieg gedrückt hat. Von den Wahlversprechen der Parteien einmal ganz abgesehen, die fast nie gehalten werden, aber dafür gibt es in diesen Kreisen Affären ohne Ende. Selbst Straftaten, steuerlich Tricksereien und wirtschaftliche Inkompetenz werden denen nicht Übel genommen, die momentan so gerne auf andere zeigen. Ein politisch und wirtschaftlich ordentlich geführter Staat müsste sich hier nicht so extrem wehren und hätte auch nichts zu befürchten.

Fazit – lasst euch nicht kleinkriegend und nichts unterstellen. Es gibt auch viele Bürger, die haben mit euch und den historischen Vereinen kein Problem.

Wolf – Jürgen Gröer, Gerbitz

Trummer, Frank     24 Juni 2009 11:29 |
Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins,

kopfschüttelnd las ich den Nachrichtenbeitrag, dass einige Ihrer Mitglieder beim Sachsen-Anhalt Tag in Thale in Wehrmachts- und SS- Uniformen aufgetreten sind. Dabei frage ich mich schon, ob man neben der Darstellung von Geschichte auch die Öffentlichkeitswirkung des Vereins im Auge hatte, wenn ja, mit welcher Absicht denn bitte. Ich kann nur hoffen, dass Sie mit Ihrem Auftritt lediglich darstellen und nicht provozieren wollten. Als ehemaliger Offizier der Bundeswehr ist es für mich nicht nachvollziehbar, wie unsensibel Sie mit der Geschichte der deutschen Armee umgehen und meine damit explizit die Verwendung von SS-Uniformen. Sie, als Interressierte für Militärgeschichte, sollten genauestens wissen, welche Rolle die SS im Dritten Reich eingenommen hat und wie schrecklich diese war. Falls Ihnen das allerdings nicht klar ist habe ich für Sie nur Mitleid übrig, denn dann haben Sie keine Ahnung von Militärgeschichte!

Ingolf Fischer     11 Juli 2009 19:53 | Halle/Saale
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Lieber Herr Trummer,

anscheinend wäre es für sie besser gewesen, ihren Kopf nicht zu sehr zu schütteln. Bei dem was anschließend von ihnen formuliert wurde, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass sich dadurch Ihr Blick arg eingetrübt hat. Ist Ihnen womöglich nicht bekannt oder haben sie es an mangelnder Aufmerksamkeit in Ihrer Offiziersausbildung im Fach Militärgeschichte schlicht verpasst, dass sowohl die Wehrmacht als auch die Truppenteile der Waffen-SS bis zur Kapitulation 1945 eine wesentliche militärische Rolle gespielt haben? Und wenn zu einem Festumzug seitens der Veranstalter das Thema „Darstellungen zum Ende des II. Weltkrieges“ ausgegeben wird, es zwangsläufig auch, militärhistorisch korrekt, zu einer Berücksichtigung dieser militärischen Einheiten kommen muss? Oder sollten Ihrer Meinung nach nur Plakate mit entsprechenden Aufschriften von zivil gekleideten Personen herumgetragen werden? Und warum haben Sie die Darstellung der alliierten Streitkräfte im gleichen Umzug in Ihrer Zuschrift schlicht unterschlagen?

Ihre Unterstellung, hier wird unsensibel mit der deutschen Geschichte umgegangen, muss ich deshalb aufs schärfste zurückweisen! Dass von den Teilnehmern des Umzuges in Uniform sich korrekt verhalten wurde, können Sie auch der Stellungnahme des damit befassten Oberstaatsanwaltes entnehmen. Komisch nur, während nach dem Umzug ein geradezu hysterisches Geschrei, medienwirksam, populistisch und teils auch in bewusst falscher Darstellungsweise (z. B. Formulierung „Traditionsverein“ statt Förderverein militärhistorisches Museum Anhalt e. V.) die Runde machte, nach Vorlage des staatsanwaltlichen Untersuchungsergebnisses mit der eindeutigen Aussage, dass es sich hier nicht um eine Rechtsverletzung handelt, aber von dieser Seite keine Reaktion mehr erfolgte, zeigt doch wohl ganz eindeutig, wer hier unsensibel ist und außerdem Nachholbedarf in Militärgeschichte hat!

Um es abschließend auf den Punkt zu bringen, von einem Bundeswehr-Offizier hätte ich eine nüchternere und ausgewogenere Aussage zu dieser Problematik nicht nur erwartet sondern sogar voraus gesetzt!

Mit freundlichen Grüßen

Ingolf Fischer
Halle/Saale


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