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+++ 13.08.2017 um 10:00 Uhr nächster Stammtisch und Treffen des Arbeitskreises Anhalt der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde" +++
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Die historische Entwicklung und Höhepunkte der Nationalen Volksarmee

21./22. April 1948 Innenministerkonferenz der SBZ beschließt Schaffung zentralisierter Polizeiverbände
Juli 1948 Aufstellung von kasernierten Polizeibereitschaften unter der HA GP/B in der DVdI
12. Mai 1949
Offizielle Einführung des Namens „Deutsche Volkspolizei“ (VP)
August 1949 Umbenennung der HA GP/B in Verwaltung für Schulung (VfS)
07. Oktober 1949 Gründung der DDR, Übergang von der DvdI zum MdI
15. Oktober  1949 Umbenennung der  VfS in Hauptverwaltung für Ausbildung (HV A)
Juni 1950 Gründung der Hauptverwaltung Seepolizei (HV S)
30. Oktober 1950 Errichtung eines Referates z.b.V. (Luft) bei der HV A als Keimzelle der späteren  VP-Luft
Januar 1952 Beginn der Aufstellung der VP-Luft aus dem Referat z.b.V.
01. Juli 1952 Aufstellungsbeginn der KVP und VP-See aus den Einheiten der HV A und HV S sowie Umbenennung der HV A in Kasernierte Volkspolizei (KVP)
August 1952
Aufstellung der Territorialverwaltung (TV) Pasewalk
Oktober 1952
Aufstellung der TV Dresden, Leipzig und Dessau
17. Juni 1953 Erster Einsatz von KVP-Einheiten gegen die protestierende Bevölkerung. Ende der Einsätze im Oktober 1953
14. Dezember 1954 Beschluss zur Schaffung einer Kaderarmee
14. Mai 1955 Beitritt der DDR zum Warschauer Pakt
18. Januar 1956 Volkskammer beschließt Gesetz zur Schaffung der Nationalen Volksarmee (NVA), damit deren offizielle Gründung, erster Verteidigungsminister wird Generaloberst Willi Stoph
10. Februar 1956 der Minister für Nationale Verteidigung der DDR unterzeichnet den ersten Grundsatzbefehl über den Aufbau der NVA
01.März 1956 Aufstellung, Bildung sowie Herstellung der Arbeitsbereitschaft des Ministeriums in Strausberg, der Landstreitkräfte, der Militärbezirke Leipzig und Pasewalk (ab November 1956 Neubrandenburg) sowie der Strukturen der anderen Teilstreitkräfte
30. April 1956
Übergabe der Truppenfahne an die 1. Mechanisierte Division (Potsdam)
17. Dezember 1956
Bildung der Militärstaatsanwaltschaft
Dezember 1956 Personalstärke der NVA: 85.650 Soldaten (17.800 Offiziere, 24.800 Unteroffiziere, 43.050 Mannschaften)
Mai 1957 Umbenennung der Verwaltungen der Militärbezirke in "Kommandos"
01. März 1958 GL Heinz Hoffmann wird Chef Hauptstab der NVA
14. Juli 1960 GO Heinz Hoffmann als Minister für Nationale Verteidigung berufen
04. November 1960
Den Seestreitkräften wird der Name "Volksmarine" verliehen
13. August 1961 Sicherungsmaßnahmen an der innerdeutschen Grenze (bis 22. September 1961)
15. September 1961 Unterstellung der Deutschen Grenzpolizei (DGP) dem Ministerium für Nationale Verteidigung und Bildung des "Kommando der Grenztruppen der NVA"
01. Oktober 1961 Aus der Politischen Verwaltung der NVA wird die Politische Hauptverwaltung der NVA; aus der Politischen Verwaltung der NVA wird die Politische Hauptverwaltung der NVA; Die Politabteilungen in den Kommandos der Teilstreitkräfte und der Militärbezirke erhalten den Status Politischer Verwaltungen
24. Januar 1962 Einführung der allgemeinen Wehrpflicht
01. Mai 1962 Der "Kleine Wachaufzug" und der "Große Wachaufzug"  zogen erstmalig vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus  in der neuen Wache unter den Linden auf. Seit dem wurde der „Große Wachaufzug“ an jedem Mittwoch, dem 01. März, dem 01. und 08. Mai, dem 07. Oktober sowie an Gedenktagen für die Opfer des Faschismus und Militarismus aufgezogen
04. April 1963 Der Staatsrat erlässt Militärgerichtsordnung; Schaffung der Militärgerichte
September 1963
Manöver "Quartett" unter der Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung auf dem Gebiet der DDR (09.09. – 14.09.1963)
Dezember 1963 Personalstärke der NVA: 146.956 Soldaten (25.546 Offiziere, 28.910 Unteroffiziere, 92.500 Mannschaften)
November 1964 Erste Einberufung von Bürgern zum "waffenlosen" Wehrdienst (Wehrersatzdienst – Bausoldaten) auf der Grundlage der Anordnung des Nationalen Verteidigungsrates vom 07.09.1964
Oktober 1965 Manöver "Oktobersturm" unter der Leitung des Oberkommandierende der GSSD auf dem Gebiet der DDR (16.10. – 22.10.1965)
Oktober 1970 Manöver „Waffenbrüderschaft“ unter der Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung auf dem Gebiet der DDR und Ostsee (12.10. – 18.10.1970)
Frühjahr 1971
Ausgliederung der Grenztruppen aus der NVA und Direktunterstellung dem MfNV
01.Dezember 1972
Bildung Kommando Landstreitkräfte der NVA in Potsdam-Geltow, Chef Landstreitkräfte wird Generalleutnant Horst Stechbart
10.12.1973 Ministerbefehl 168/73 zur Einführung des Dienstgrades "Fähnrich"
13. Oktober 1978
Die Volkskammer beschließt das Verteidigungsgesetz der DDR, welches erstmalig grundlegende Bestimmungen über die Mobilmachung in der DDR enthielt
01. Oktober 1979 Einführung der Dienstgradgruppe "Fähnrich" (Fähnrich, Ober-, Stabs- und Stabsoberfähnrich)
September 1980
Manöver "Waffenbrüderschaft 80" unter der Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung auf dem Gebiet der DDR und Ostsee (04.09. – 12.09.1980)
25. März 1982 Die Volkskammer beschließt ein neues Wehrdienstgesetz.                                                                        Der Dienstgrad "Marschall der DDR" wurde parallel zum Dienstgrad "Flottenadmiral" eingeführt. Die Ernennung zum Marschall der DDR wäre aber nur im Verteidigungsfall oder bei besonderen militärischen Leistungen auf Beschluss des Staatsrats der DDR durch dessen Vorsitzenden gekommen. Dieser Dienstgrad wäre somit der höchste der DDR gewesen. Der Dienstgrad "Marschall der DDR" wurde nie verliehen.
03. Dezember 1985 
Anstelle des am Vortag verstorbenen Heinz Hoffmann wird GO Heinz Keßler zum Minister für Nationale Verteidigung berufen und zum Armeegeneral befördert
30. November 1987 Vizeadmiral Theodor Hoffmann wird Nachfolger von Admiral Wilhelm Ehm als Chef der Volksmarine
18. November 1989
Admiral Theodor Hoffmann wird Verteidigungsminister in der "Modrow-Regierung"
20. November 1989 Kommandeurstagung zur Einleitung der Militärreform in der DDR
06. Dezember 1989 Auflösung des Nationalen Verteidigungsrates
November 1989 Verteidigungsminister Theodor Hoffmann schafft die Dienstgrade und "Marschall der DDR" und "Flottenadmiral"wieder ab.
01. Januar 1990 Neubesetzung leitender Funktionen im Verteidigungsministerium und Einleitung der Auflösung der Politorgane
05. Januar 1990 Abschaffung der Anrede "Genosse/Genossin" in der NVA
19. Januar 1990
Gründung des Verbandes der Berufssoldaten der DDR
März 1990 Der Verteidigungsminister befiehlt die Auflösung des nunmehr als "Informationsdienst" bezeichneten Bereichs Aufklärung (nach der Wende als MilND bezeichnet) in der NVA
12. April 1990 Der Pfarrer Rainer Eppelmann wird zum Minister für Abrüstung und Verteidigung eingesetzt, Admiral Theodor Hoffmann wird Chef der NVA
20. Juli 1990 Neu-Vereidigung der Berufs- und Zeitsoldaten der NVA, das Emblem an den Soldatenmützen wird durch eine schwarz-rot-goldene Kokarde ersetzt
12. September 1990 Kommandeurstagung in Strausberg über den Weg der NVA in die deutsche Einheit
15. September 1990 GM Lothar Engelhardt wird Chef der NVA
30. September 1990 Entlassung aller noch in der NVA verbliebenen Generale und Admirale aus dem aktiven Dienst
02. Oktober 1990 24:00 Uhr hört die Nationale Volksarmee auf zu existieren und war die erste und einzige deutsche Armee, die  an keinem Krieg und keiner Intervention beteiligt war
27. Februar 2016 Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Gründung der Nationalen Volksarmee durch den Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.

 

Die Führung der NVA 1956 - 1990

Minister für Nationale Verteidigung Chef Hauptstab
01.03.1956 Generaloberst Willi Stoph 01.03.1956 Generalleutnant Vincenz Müller
14.07.1960 Generaloberst Heinz Hoffmann 01.03.1958 Generalleutnant Heinz Hoffmann
03.12.1985 Armeegeneral Heinz Keßler 01.07.1960 Generalmajor Sigfrid Riedel
18.11.1989 Admiral Theodor Hoffmann 13.03.1967 Generaloberst Heinz Keßler
10.01.1979 Generalleutnant Fritz Streletz
Chef NVA 01.01.1990 Generalleutnant Manfred Grätz
12.04.1990 Admiral Theodor Hoffmann *
15.09.1990 Generalmajor Michael Schlothauer
15.09.1990 Generalmajor Lothar Engelhardt
Chef Landstreitkräfte
Chef Politische Verwaltung/Politische Hauptverwaltung 01.12.1972 Generalleutnant Horst Stechbart
01.03.1956 Generalmajor Friedrich Dickel (PV) 01.01.1990 Generalleutnant Horst Skerra
01.03.1958 Generalmajor Rudolf Dölling (PV) 15.09.1990 Generalmajor H.-Christian Reiche
01.08.1959 Vizeadmiral Waldemar Verner
10.01.1979 Generaloberst Heinz Keßler Chef Luftstreitkräfte/Luftverteidigung
10.12.1985 Generalleutnant Horst Brünner 01.03.1956 Generalmajor Heinz-B. Zorn (LSK)
15.02.1990 Auflösung der PHV 01.03.1956 Oberst Gerhard Bauer (LV)
01.09.1957 Generalmajor Heinz Keßler
Chef Seestreitkräfte/Volksmarine 15.03.1967 Generalleutnant Herbert Scheibe
01.03.1956 Konteradmiral Fritz Scheffler (SK) 01.03.1972 Generalmajor Wolfgang Reinhold
01.01.1957 Vizeadmiral Waldemar Verner (SK) 24.11.1989 Generalleutnant Rolf Berger
01.08.1959 Konteradmiral Wilhelm Ehm
01.09.1961 Konteradmiral Heinz Neukirchen Chef Deutsche Grenzpolizei/Grenztruppen
25.02.1963 Konteradmiral Wilhelm Ehm 15.05.1960 Oberst Erich Peter (GP)
30.11.1987 Vizeadmiral Theodor Hoffmann 14.07.1979 Generalmajor Klaus-D. Baumgarten
18.11.1989 Vizeadmiral Hendrik Born 01.03.1990 Generalmajor Dieter Teichmann

* Mit Wirkung vom 12.04.1990 gab es keinen Minister für Nationale Verteidigung mehr, nur noch einen Chef NVA.                                                       Minister für Abrüstung und Verteidigung wurde am 12.04.1990 der Pfarrer Rainer Eppelmann.